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Topolo

Kunstfestival „stazione topoló / postaja topolove“

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Projektdaten:

Planungsbeginn: Januar 2002

Fertigstellung: Januar 2002

Planung: RATAPLAN - Architektur ZT GmbH in Kooperation mit plan_b GmbH

Projektbeschreibung:

reti-mrieže
Der Versuch einer Annährung mit Hilfe einer Übersetzungsmaschine
Wir kommen von außen und sprechen nur teilweise die Sprachen von Topoló.
So wie sich die Zäune am Wegrand verflechten, wie die Weinstöcke sich mit den Pfählen verwinden oder durch Pergolen die Häuser zusammenwachsen, versuchen wir unsere Sprachen miteinander zu verknüpfen.
Eine Sprache von Topoló/Topolove war lange Zeit verboten. Nur über einen verbotenen Pfad von Topoló/Topolove nach Livek bestand noch eine Verbindung zum Netz der (eigenen) Sprache. Hinter verschlossenen Türen wurde sie noch gesprochen, und die Grenze auf dem Bergkamm durfte nicht legal überquert werden, aber immer mehr Menschen machten sich auf den Weg.
Da uns die Sprache als Netzwerk dient, fehlt die Verbindung, sobald wir sie nicht mehr verstehen können. Die Worte, die wir kennen, bleiben isoliert. Wir bleiben isoliert.
Deshalb unser Versuch:
Sätze, die wir mit Topoló/Topolove verbinden, werden mit Hilfe einer Übersetzungsmaschine in drei Durchgängen übersetzt. (zum Beispiel von deutsch zu italienisch, zu slowenisch und wieder zu deutsch). Die Übersetzungsmaschinen entpuppen sich als eigenständiges System, welches neue Assoziationen freisetzt. Der ursprüngliche Sinn geht bei jedem Schritt mehr und mehr verloren. In jeder Sprache bekommt der Satz einen eigenen Sinn, und nur die Assoziationen stellen die Verbindung her.
Am Ende blieb das Piktogramm als Versuch der universellen Sprache.

PDF Projektblatt: 1