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AKM - Baumannstraße 10

Umbau / Fassadenmustersanierung

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Projektdaten:

Planungsbeginn: Juli 2013

Fertigstellung: März 2017

Auftraggeberin: AKM (Staatlich genehmigte Gesellschaft der Autoren, Komponisten und Musikverleger)
Planung: RATAPLAN - Architektur ZT GmbH
Gemeinsam mit: Vinzenz Dreher, Ileana Ion, Christoph Lindner, Gunda Maurer, Harald Ofner, Markus Steinmair
Statik: Raunicher und Partner
ÖBA: RATAPLAN – Architektur ZT GmbH
Nettonutzfläche: 1.886 m2

Projektbeschreibung:

Drei Bürogebäude der AKM:
Das Büroensemble der AKM besteht aus drei Gebäuden, die aus unterschiedlichen Entstehungszeiten unmittelbar aneinander grenzen. Der erste, seit März 2016 abgeschlossene Bauabschnitt umfasste einerseits die behutsame Totalsanierung des Biedermeierhauses aus dem Errichtungsjahr 1823 und andererseits den Bau einer neuen Brücke, die den Biedermeierhof mit dem Nachkriegsgebäude verbindet. Der zweite, seit März 2017 beendete Bauabschnitt beinhaltet die energetisch hochwertige Mustersanierung des Gebäudes aus der sogenannten Wirtschaftswunderzeit 1968. Der dritte und noch nicht vollendete Teil der Generalsanierung betrifft ein Bürohaus, das zu seiner ursprünglichen Funktion eines Wohnhauses zurückgeführt wird, aus der Gründerzeit von 1903. Die verschiedenen Baukonstruktionen lieferten eine Vielzahl von bauphysikalischen und konstruktiven Herausforderungen, die in jedem Einzelfall ganz spezifisch gelöst wurden. Hinzu folgten, bei gleichzeitigem Bürobetriebes, substanzielle Umbauten in einzelnen Bereichen. Die neue Struktur der zwei Bürogebäude und der haustechnische Lösungsansatz bietet MitarbeiterInnen nicht nur ein zielgerichtetes und ökonomisches Arbeiten, sondern beinhaltet auch einen hohen Grad an Flexibilität und eine technisch einfache Betriebsführung.

Bürogebäude aus der Nachkriegsmoderne Baumannstraße 10:
Die Liegenschaft Baumannstraße 10 bildet den zweiten Teil der Generalsanierung des Ensembles der AKM. Aufgrund der Baustruktur des Gebäudes von 1968 bot sich eine energetisch hochwertige Sanierung an, die sowohl ökologischen als auch zeitgemäßen Grundsätzen entspricht. So wurde das Nachkriegsgebäude nach höchsten nachhaltigen Kriterien als Mustersanierungsprojekt des Klima+Energie Fonds totalsaniert.
Die bestehende Gebäudehülle aus vorgehängten Fassaden-Fertigteilen gestaltete sich in Hinblick auf den Wärmeschutz und der Dämmung der Außenwände neu. Eine Beschattungsanlage vollendete das Ergebnis nicht nur auf energie-ökonomischer Ebene, sondern auch auf ästhetischem Niveau. Durch die Überlagerung der Sonnenschutzlayer wird eine Tiefe gewonnen, die sich klar von den teilweise stark gegliederten Fassaden der Nachbarhäuser aus der Gründerzeit abhebt. Der ursprüngliche Charakter von Leichtigkeit der konstruktiven Nachkriegsmoderne, der durch die diffizil verwobene Fensterbandfassade entsteht, bleibt erhalten. Mittels der Materialität und Farbgestaltung der Außenwand wird ein Weg beschritten, der die formalen Gestaltungsideen aus der Errichtungszeit aufnimmt, zeitgenössisch interpretiert und den höchsten Kriterien der Nachhaltigkeit entspricht.

Transparenz neuer Arbeitswelten:
Der experimentelle und innovative architektonische Charakter der Nachkriegsmoderne bestimmt den weiteren Verlauf in den Innenbereich: industriell gefertigte, transluzente Zwischenwände aus Profilitglas bieten einen lichten Kontrast zu den handwerklich hochwertigen Holzelementen der Türen und lassen die Erschließungsbereiche bis hin zum informellen Zentrum durchscheinen. So werden die ehemals dunklen Mittelgänge und die ursprünglich zellenartigen Bürozimmer aufgelöst und zu tageslichtdurchfluteten Begegnungszonen neuer Arbeitswelten.

Energiekonzept:
Im Fokus des Projektes lagen die Themenbereiche: Nachhaltigkeit, Wartung, Instandhaltung und Reinigung. Um den jährlich zu erwartenden Energiebedarf zu reduzieren wurde nicht nur die Wärmedämmeigenschaft der Fassaden, Feuermauern sowie der untersten Geschossdecke verbessert, sondern auch die Fenster ausgetauscht und eine Sonnenschutzanlage hergestellt.
Im Inneren trägt ein neues Heizsystem inklusive der Installationen, eine neue Elektroinstallation und Regelungstechnik und eine neue Beleuchtung zur Energieeinsparung bei.
Der Dachaufbau erhielt eine teilweise neue bauphysikalisch richtige Ausführung. Eine Photovoltaik-Anlage am Dach vervollständigt das Konzept zur nachhaltigen Energieversorgung. Um die Dichtheit der Gebäudehülle sicher zu stellen wurde ein „Blower-Door“ – Test durchgeführt Die wesentlichen Energieumsätze im Bereich Wärme, Kälte und Strom werden in den ersten 3 Betriebsjahren mittels eines Energieverbrauchs-Monitorings aufgezeichnet und beobachtet.


PDF Projektblatt: 1