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Arena

Autonomes Veranstaltungszentrum

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Projektdaten:

Planungsbeginn: Oktober 1996

Fertigstellung: Januar 2006

AuftraggeberIn: Verein Forum Arena
und MA34 - Bau & Gebäudemanagment
Planung: RATAPLAN - Architektur ZT GmbH
Gemeinsam mit: Otto Arnold, Julian Kerschbaumer, Waltraut Hoheneder, Benjamin Lehner, Martha Wolzt, Katharina Wörgötter
Akustik: Büro Prause
Bühnentechnik: Fa. Tüchler GmbH
Statik u. ÖBA: Büro Pachler
Nettonutzfläche: ca. 3.900 m2

Projektbeschreibung:

Das gesamte Areal des Veranstaltungszentrums Arena Wien wurde in drei Bauphasen neu strukturiert. Auf dem selbstverwalteten Gelände mit den drei Hallen findet ein regelmäßiger Konzert- und Eventbetrieb statt. Die Wiener Arena ist ein Fixpunkt der subkulturellen Szene in Wien.
Mit den baulichen Maßnahmen wird das Ziel verfolgt, den seit 25 Jahren abseits von kommerziellen Veranstaltungen entwickelten eigenständigen subkulturellen Betrieb zu sichern und zu optimieren. Im Open-Air Gelände wurden Maßnahmen, welche dem Schallschutz der unmittelbaren Anrainer und der Sicherheit der Besucher (nach dem Veranstaltungsstättengesetz) dienen, realisiert.

Bebauungskonzept / funktionales Konzept / Städtebau:
Alle Gebäude am Areal sollen reaktiviert, das Freigelände stärker mit der “Großen Halle” verbunden werden. Zudem soll Letztere modernisiert werden, um die neuen Anforderungen optimal zu erfüllen.
Als einziger Neubauteil integriert sich die „Spange” als Herzstück des Entwurfs zwischen Open-Air-Bereich und „Großer Halle”. Der Bauteil aus Sicht-Beton entwickelt sich als skulpturales Element vom neuen Stiegenhaus aus zwischen Freiluft- und Hallen-Bühne über die Treppe zur Terrasse und deren Überdachung bis zur neuen Decke der Galerie, welche der „Großen Halle” zugeordnet wird. Die „Spange” verbindet den Außen- mit dem Innenraum sowie die Bauteile funktional miteinander. Sie ist auf mehreren Ebenen begeh- und bespielbar, bietet überraschende Aus-, Ein- und Durchblicke und bringt auf diese Weise ein dynamisches Erlebnismoment in die bestehende Bausubstanz ein.

Große Veranstaltungshalle:
Durch Verlegen der Bühne in der Großen Veranstaltungshalle wird der Raum unter der Tribüne zum neuen Foyer. Das Einziehen einer Galerie im Bereich der `Spange´ schafft eine zweite Publikumsebene in der Halle und außerhalb eine Zuschauertribüne für Freiluftkonzerte. Die Kapazität der Halle wurde von 500 auf 900 BesucherInnen erhöht.

Materialien:
Hinsichtlich der Baustoffe orientierte sich RATAPLAN an der Identität des subkulturellen Veranstaltungsorts und stellt die Materialität neuer Bauteile, etwa rohen Sichtbeton und naturbelassenen oder verzinkten Stahl, bewusst aus. Materialien wie diese kontrastieren die Ästhetik des bestehenden Sichtziegelbaus. Große Glasflächen trennen Innen- und Außenraum fließend voneinander ab.

Umsetzung:
Die absehbaren Kosten einer Gesamtsanierung erforderten eine Umsetzung in mehreren Bauetappen. Dabei fanden die ArchitektInnen gemeinsam mit den AuftraggeberInnen zu einem Kompromiss zwischen Finanzierbarkeit und der Dringlichkeit der Sanierungsmaßnahmen. Zuerst wurden die etablierten Kernveranstaltungsbereiche der Arena, nämlich Open-Air-Bühne, Freiluftkino und „Große Halle”, optimiert und räumlich wie funktional vernetzt. In den späteren Bauabschnitten wurden die, in den restlichen Gebäuden bestehenden, Raumreserven adaptiert.

PDF Projektblatt: 1