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Carnuntum

Besucherzentrum, Wettbewerb

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Projektdaten:

Planungsbeginn: März 2008

Fertigstellung: März 2008

AuftraggeberIn: Land Niederösterreich
Planung: RATAPLAN - Architektur ZT GmbH
Gemeinsam mit: Anna Morawek, Markus Steinmair, Andreas Tojer
Nettonutzfläche: ca. 1000 m2

Projektbeschreibung:

Carnuntum, ca. 40 km östlich von Wien, war ein römisches Militärlager und später Hauptstadt der römischen Provinz Pannonien. Der Archäologiepark Carnuntum umfasst ein 10 km² großes Areal, auf dem 0,5 Prozent der einstigen Römersiedlung ausgegraben ist.

UNTER DIE ERDE TAUCHEN
Um die Bundesstraße völlig gefahrlos zu queren, leitet eine Tunnelröhre vom Parkplatz zum Vorplatz des Museums, der als Bewegungs- und Erholungsraum dient. Eine Wasserrinne leitet die Besucher weiter bis zu den Hypokausten, dem ersten geöffneten Bodendenkmal, das im Freien präsentiert wird.

BESUCHERZENTRUM
Nach dem Kartenkauf und der Vorinformation im Besucherzentrum gelangt man auf einen leicht ansteigenden Weg entlang der modellhaft nachgebauten „Donaulandschaft“, an die das Modell der Römerstadt Carnuntum anschließt, und von dort in den eigentlichen Museumsbereich.

ARCHITEKTUR
Die denkmalgeschützte Tiergartenmauer wurde als identitätsstiftendes Element begriffen und praktisch nicht angetastet. Die Landschaft fließt als pergolaartiges Dach über die Ausgrabung, verglaste Lichtschlitze erhellen den gedeckten Freiraum, ein großer Einschnitt über dem Baukörper beinhaltet Photovoltaikflächen. Die Untersicht ist mit Holz verkleidet und geht in den Bodenbelag über, der Innen- und Außenräume vernetzt. Das Obergeschoß ist mit hellen und das Erdgeschoß mit dunklen Fassadenplatten verkleidet. Die vorgesetzte Lamellenwand besteht aus unterschiedlich dicht angebrachten, unbehandelten Holzlatten, sie hat verschiebbare Teile, die individuell vor die Fensterflächen der Büros verschoben werden können.

LANDMARK – UMLAND - MUSEUMSGARTEN
Schon mehrere 100 Meter vor der Abzweigung sehen die BesucherInnen die Landmark mit dem Schriftzug „CARNUNTUM“, der auf einem hochstandartigen Aussichtsgebäude angebracht ist. In der weiteren Annäherungsbewegung verändert sich die Ansicht und ein Richtungspfeil wird sichtbar. Die begehbare Landmark erlaubt den BesucherInnen auf zwei Ebenen einen Überblick über den historischen Boden und bietet Orientierungshilfen an.

PDF Projektblatt: 1