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AHS Contiweg

Geladener Wettbewerb

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Projektdaten:

Planungsbeginn: November 2007

Fertigstellung: November 2007

Auftraggeberin: BIG
Planung: RATAPLAN - Architektur ZT GmbH
Gemeinsam mit: Markus Steinmair
Nettonutzfläche: ca. 12.200 m2

Projektbeschreibung:

Städtebaulicher Aspekt:
Obwohl die große Qualität der Weite des Grundstücks erhalten bleiben soll, muss das Schulgebäude als eine Gestalt, ein zusammengehöriges Gefüge als erkennbar sein, und darf die innere Erschließung nicht zu weitläufig werden. Die kleinteilige Struktur der umgebenden Einfamilienhäuser und die (zukünftige) großmaßstäbliche Bebauung am Contiweg unterstützen dieses Wechselspiel. Eine großflächig angelegte Plattform überspannt das gesamte Grundstück und gliedert es durch Einbuchtungen in drei räumliche und funktionale Bereiche. Durch die Plattform stoßen punktförmig die einzelnen Schulgebäude. Ein quer durch das Grundstück verlaufender, zu erhaltender Fußweg ist in die Gestalt integriert.

Baukünstlerischer Aspekt:
Die Plattform ist zunächst Dach, löst sich anschließend auf zu Schatten spendenden Pergolen, öffnet sich zu Lichthöfen, wird zur begrünten Oberfläche mit interner Erschließung und zum ausformulierten Gelände mit Spielfeld. Als großzügige Geste empfängt sie als Vordach und Dach der Erdgeschoßzone, bekommt Öffnungen, wo Licht und Luft nach unten sollen und wird dort zur eleganten umfassenden Spange für das Gesamtgefüge. An der Außengrenze wird sie Zaun und einer unterschiedlich dicht begrünten Wand, deren Öffnungen gezielte Ein- und Ausblicke bieten. In der amorphen Gestalt der Plattform stecken die schlicht gehaltenen Baukörper der Schulgebäude. In ihrer Gliederung und unterschiedlichen Farbgebung sind die Baukörper von außen und von innen lesbar, sodass die Funktionsbereiche auszumachen sind.

Funktionaler Aspekt:
Betreten wird das Gebäude am Südende über eine öffentliche Grünfläche. Rechts und links des Eingangs befinden sich Fahrradabstellplätze, entlang der Aspernstrasse PKW-Parkplätze. An den Eingang schließt die Aula an, die gleichzeitig das kommunikative Zentrum der Schulanlage darstellt. Diese Zone schwingt sich weiter zwischen den Klassenhäusern, dem Verwaltungsgebäude und dem Gebäude der Naturwissenschaften und Künste und stößt schließlich an die Eingänge der Turnhallen. Jedes Schulgebäude wird von hier aus in die Garderoben erschlossen. Diese Zone ist nutzungsoffen und bietet daher verschiedene Möglichkeiten der Bespielung: Veranstaltungen, Speisesaal, Pausenhalle mit besonderen Rückzugsorten für Mädchen, Lesen und Lernen, usw. Die beschränkte Anzahl von 10 bzw. 15 Schulklassen pro Gebäudeteil soll den SchülerInnen eine leichte Orientierung und Zugehörigkeit vermitteln. Die einzelnen Schulgebäude sind über zwei Brücken und durch die Aula miteinander verbunden. Hier erschließend sie auch die Lehrer-Arbeitsplätze und den Aufzug. Zwischen Schulgebäuden und öffentlichem Weg liegen die drei Turnhallen, deren Oberlichter durch die Plattform ragen, während Nebenräume und Technik darunter bleiben. Im Norden des Grundstücks wird die Plattform zu einer Spielfläche weiterentwickelt, die im Westen durch eine Böschung erhöht, Erschließung, Tribüne und Windschutz bietet.

Ökonomischer und ökologischer Aspekt:
Alle Gebäude sind in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet. Um sommerliche Überhitzung zu vermeiden, bekommen alle Klassen ihr Tageslicht von Osten oder Westen. Da sich Parkplätze und Haustechnik auf Erdgeschossniveau befinden, ist kein Keller notwendig. Der auf ein Minimum reduzierte Aushub, wird zur Anhebung des Geländes bei der Freispielfläche verwendet. Die simple Standard-Konstruktion und Außenhülle der Schulgebäude spart Herstellungs- und Betriebskosten. Das differenzierte Grünraumkonzept schafft unterschiedliche Mikroklimata, die Oberflächenversiegelung ist durch die großflächige Anlage von wassergebundenen Decken minimiert.

PDF Projektblatt: 1