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Irenentalstrasse 1

Umbau einer Klosterkapelle zu einer Wohnung

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Projektdaten:

Planungsbeginn: Januar 2004

Fertigstellung: November 2004

Auftraggeberin: Familie W
Planung: RATAPLAN - Architektur ZT GmbH
Nettonutzfläche: 360 m2

Projektbeschreibung:

Andachtsraum und Nebenräume eines ehemaligen Klosters wurden zu Wohnräumen adaptiert.

Raumorganisation:
Die bereits vorhandenen Nebenräume wurden als Schlaftrakt bzw. Gästezimmer und großer Sanitärbereich genutzt. Der Hauptraum (Andachtsraum) wurde als Wohnbereich der Familie definiert. Hier befindet sich eine offene Küche, die unter dem Seitenflügel der Galerie situiert ist. Unter dem hinteren Teil der Galerie befinden sich ein Ankleideraum und ein Arbeitsraum.

Entwurfsidee:
Zentrales Motiv des architektonischen Eingriffs ist die Galerie im Hauptraum (Andachtsraum). Die Galerie als freie Form im Raum dynamisiert die Raumwirkung und zoniert den Raum. Das formale Motiv ist im weitestem Sinne ein „Flügel“ - eine im Raum fliegende, den Raum umschließende Fläche. Die besondere Formgebung der Galerie soll auf die ursprüngliche Nutzung des Raumes als Kirchenraum hinweisen und kann auch als Erweiterung des Gewölbes der Apsis gelesen werden.

Konstruktion:
Die vorhandene, rechteckige Galerie wurde verbreitert und einseitig über die gesamte Raumlänge erweitert. Der Grundriss der neuen Galerie beschreibt eine aus Kreisradien zusammengesetzte Kurve. Die neue Brüstung der Galerie wurde als schräge, gebogene Fläche konzipiert und ist geometrisch der Ausschnitt einer Zylinderfläche, deren Grundfläche eine aus Kreissegmenten zusammengesetzte Kurve ist. Die komplexe Form wurde dreidimensional konstruiert – die Unterkonstruktion besteht aus einer Spantenkonstruktion (abgeleitet aus dem Schiffsbau), die Beplankung wurde aus 6 mm starken Sapelisperrholzplatten hergestellt, welche in der Werkstätte zugeschnitten und vor Ort mit der Unterkonstruktion verdeckt verschraubt wurden. Die Galeriebrüstung erweitert sich in einigen Bereichen zum Körper und wird auch als Möbel (Regal / Stauraum) genutzt.

PDF Projektblatt: 1