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Marxhalle

WSE Masterplan Ausbau Marxhalle

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Projektdaten:

Planungsbeginn: November 2015

Fertigstellung: Juli 2016

Auftraggeber: NXT MARX Liegenschaftsentwicklung Zwei GmbH, WSE Wiener Standortentwicklung GmbH
Planung: RATAPLAN – Architektur ZT GmbH
Gemeinsam mit: Erwin Zeisel
Kooperation mit: DBI-DÜH Beratende Ingenieure KG, S&P energy design EU, werkraum ingenieure ZT GmbH


Projektbeschreibung:

Die Marx Halle und ihre Umgebung:
Die Umgebung der Marx Halle weist ein heterogenes Stadtbild auf. „Brüche“ und „Überlagerungen“ prägen das hybride Stadtbild zwischen historischen Formen und neuen Interventionen. In diesem Umfeld besteht ein besonderes Spannungsverhältnis zwischen der ehemaligen Rinderhalle, der Tangente, des T-Mobile Centers, sowie den Rohziegelbauten des ehemaligen Schlachthofes.

Städtebauliche Bezüge:
Im Masterplan wird eine großräumige Bewegungsachse vorgeschlagen, welche dem großen Treppenabgangs des T-Centers folgt, sich mit der Achse des Mittelgangs der Halle kreuzt und in der „grünen Mitte“ auf dem anschließenden Gelände der Karl-Farkas-Gasse seine Fortsetzung findet. Im Kreuzungspunkt entsteht ein neues Zentrum, das von allen Richtungen, zum Beispiel durch Pflanzung oder Aufstellung von Bäumen, sichtbar und erlebbar sein wird. Der Mittelgang folgt dem ursprünglichen Erschließungsgang der ehemaligen Rinderhalle, welche nach einem Entwurf von Rudolf Frey, von 1879-1883, als erste Wiener Konstruktion aus Schmiedeeisen ursprünglich dreiseitig geöffnet war.

Ausbaukonzept Marx Halle:
Unter dem Dach der Marx Halle werden sogenannte „Cubicles“ mit einem Nutzungsmix aus Büro, Werkstatt, Atelier, Gewerbe, Verkauf und Freiflächen durchmischt mit Gastronomie, Sport- und Veranstaltungsflächen entstehen. Die Marx Halle wird zukünftig als allgemein benutzbares „Dach“ betrachtet und wird wie im ursprünglichen Zustand an drei Seiten geöffnet sein. Die „Cubicles“ sind maßgeschneiderte konstruktiv und formal unabhängige Implantate aus Holzkuben, die in die Industriehalle mit einer Tragkonstruktion aus Stahl eingestellt werden. Individuell als statisch und bauphysikalisch unabhängiges „Haus im Haus“ können einzelne “Cubicles” flexibel zu Betriebseinheiten von bis zu 400m2 zusammengeschlossen werden. In Folge entsteht ein gewachsener Organismus mit einer individuell kleinteiligen Ordnung innerhalb der überaus großflächig angelegten Gußeisen-Megastruktur der ehemaligen Rinderhalle.

Bauphasen ab 2017:
Vorgesehen sind 4 Bauphasen, in denen eine erste Ausbaufläche für die gewünschten „Cubicles“ in zwei Einheiten – „Viertel I“ und „Viertel II“ aufgegliedert sein wird. Beim Aufbau eines jeden Viertels kann mit einzelnen vorgegebenen „Cubicles“ begonnen werden, welche sich zunehmend und bis zur Endausbaustufe zu einer Einheit ergänzen und verdichten. Bis zur Endausbaustufe wird das System der Viertel um Viertel III und IV mitsamt der großzügigen Freifläche für sportliche Aktivitäten erweitert werden.
Das Konzept bindet sowohl die Anordnung der „Cubicles“ in Hinblick auf alle Blickbeziehungen nach draußen und nach innen ein, als auch die barrierefreie Anbindung der „Cubicles“ und die Einbindung der dem Brandschutz zugrunde liegenden Bestimmungen.

„Cubicles“:
Die „Cubicles“ können mit 1 oder 2 Vollgeschossen ausgebildet werden. Mit einem Galeriegeschoss (2.OG) und innenliegender Stiege (in das 1. OG) ist auch ein 3. Geschoss möglich. Eine Holz-Haptik wird in einen Dialog zur filigranen historischen Gußeisenkonstruktion gesetzt. Großflächige Verglasungen werden dort sein können, wo es der Brandschutz erlaubt.
Jedes Viertel bekommt darüber hinaus eine außenliegende Stiege mit anschließenden Verbindungsstegen zu den einzelnen „Cubicles“.
„Cubicles“ barrierefrei zu erreichen, wird jeweils ein behindertengerechter Aufzug pro Viertel an die Stege angebunden.


PDF Projektblatt: 1