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Mooste

Kunstfestival PostsovksZ: „Territories“

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Projektdaten:

Planungsbeginn: Januar 2003

Fertigstellung: Januar 2003

Planung: RATAPLAN - Architektur ZT GmbH in Kooperation mit Markus Steinmair und Robert Vörös

Projektbeschreibung:

Ein Stadtplan
Von deutscher Gutsherrschaft und sowjetischer Kolchosenwirtschaft geprägt, liegt Mooste heute am südöstlichen Ende von Estland, unweit der russischen Grenze. Der ehemalige zentral gelegene Gutshof ist heute eine Schule, die Kolchosenwirtschaft nur mehr teilweise in Betrieb.
Unser Ansinnen war, sich auf irgendeine Weise mit dem Ort, dem Platz, dem Untergrund zu verbinden. Da wir uns ein estnisches Dorf nur schwer vorstellen konnten, haben wir uns entschieden, unser eigenes Mooste zu entwerfen. Mit Hilfe eines Stadtplanes haben wir Mooste insgesamt 9 fiktive Sehenswürdigkeiten gegeben, die wir beschrieben haben, bevor wir den Ort wirklich kannten. Diese Sehenswürdigkeiten bekamen alle ein Symbol oder auch ein Piktogramm, um sie sowohl vor Ort, als auch auf der Karte markieren zu können.
Zusätzlich haben wir Mooste für die Zeit des Festivals zum Zentrum der Welt erklärt und ein U-Bahnnetz entworfen, welches alle Geburts- oder Lebensorte der teilnehmenden KünstlerInnen mit Mooste vernetzt.
Wir sind dann in Begleitung einer estnischen Kollegin und Freundin nach Mooste gefahren. Unser Stadtplan war auf dem Computer fertiggestellt, nur die Bilder bzw. die Orte in Mooste mussten noch gefunden werden. Und wir haben sie alle gefunden. Der Bürgermeister von Mooste war so begeistert, dass er 1000 Stück von den Stadtplänen drucken ließ. Daraufhin konnten wir wirklich viele im Ort verteilen. Die BewohnerInnen waren überrascht, wie schön Mooste ist, und der Bürgermeister hat zu Schulbeginn jedem Kind einen Plan überreicht.

PDF Projektblatt: 1