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Bürgerzentrum Teltow/ Berlin

Wettbewerb 1. PREIS

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Projektdaten:

Planungsbeginn: Oktober 2002

Fertigstellung: Januar 2010

Auftraggeberin: Stadt Teltow
Planung: RATAPLAN - Architektur ZT GmbH
Gemeinsam mit: Benjamin Lehner, Robert Vörös, Martha Wolzt, Katharina Wörgötter
Statik: Dr. Zauft GmbH
ÖBA: Ingolf Noack/ Susanne Manthey
Nettonutzfläche: ca.3.300 m2

Projektbeschreibung:

Für die Stadt Teltow wurde ein Bürgerzentrum mit Stadtverwaltung, Bürgerbüro, Gastronomie und einem Veranstaltungssaal errichtet. Hierfür wurde das unter Denkmalschutz stehende Gebäudeensemble „Kuppelmayrsche Siedlung“ am Marktplatz saniert, umgebaut und durch Ergänzungsbauten erweitert.
Städtebau:
Die zu erhaltenden Gebäude prägen die Umfassung des Marktplatzes und somit wesentlich die Atmosphäre des alten Stadtzentrums und wurden unter strengsten Auflagen seitens der Denkmalschutzbehörde renoviert und für die neuen Nutzungen adaptiert.
Die Kubaturen der neuen Gebäude und Erweiterungen entwickeln sich, ausgehend von dem Büroneubau in der Neuen Straße, bis zur hofseitigen Dachaufklappung des Altbestandes, kontinuierlich ansteigend. Dadurch entsteht ein formaler Zusammenhalt der Neubauten und eine Verklammerung von Neu und Alt. Das dynamische Ansteigen der neuen Baukörper erzeugt gegenüber den Bestandsbauten ein Spannungsfeld, welches auf das Bedürfnis nach dem Bewahren der Geschichte der Stadt und dem Verlangen nach einer zeitgemäßen Antwort auf die Bedürfnisse der Bürger und ihrer Verwaltung reagiert.
Fassaden:
Die historischen Gebäudeteile zeichnen sich als kompakte Baumasse ab, während im Kontrast hierzu die Ergänzungsbauten leichter und offener gestaltet sind. Die neuen Baukörper sind vom Bestand jeweils durch eine transparente „Fuge“, getrennt, wodurch die unterschiedlichen Charaktere der bestehenden Gebäude und der Neubauten deutlich ablesbar werden. Diese Fuge nimmt die großzügigen, lichtdurchfluteten, Erschließungsgänge und Kommunikationszonen zwischen verschiedenen Nutzungszonen auf. Die Fassade nimmt mit der Verwendung von Keramikelementen in Farbe, Material und Maßstab Bezug auf die typischen Klinkerfassaden der historischen Gebäude in der Umgebung. Durch Verwendung von hellen Keramikelementen und dunklen Eternitfassadentafeln, und Differenzierung der Fassadenebenen, werden die Fassaden plastisch gegliedert und nehmen Bezug zum Maßstab der angrenzenden Bestandsbauten.
Raumorganisation:
Der Verwaltungsneubau entspricht durch großzügige Verglasungen, optimierte Gangbreiten und flexible Bürogrößen modernen Anforderungen an die wirtschaftliche Nutzbarkeit. Großer Wert wurde auf eine einfache und übersichtliche Wegeführung durch die komplexe Anlage gelegt. Alle Räumlichkeiten sind barrierefrei erreichbar. Die großzügig dimensionierten und lichtdurchfluteten Erschließungszonen entsprechen den Anforderungen eines bürgernahen und modernen Verwaltungsbaues. Der Mehrzwecksaal im Innenhof des Ensembles wird für Versammlungen und kleine Veranstaltungen genutzt.

PDF Projektblatt: 1