Theater BRUT, Karl-Farkas-Gasse

Projektdaten

Projekt-Art:

Verhandlungsverfahren I Generalsanierung

Ausloberin:

MA19

NutzerInnen:

vertreten durch die MA 7 (Abteilung für Kultur)

Planung:

RATAPLAN - Architektur ZT GmbH

Gemeinsam mit:

Yoko Halbwidl, Stefan Münster

Wettbewerb:

05/2021-06/2021

Projektbeschreibung

Städtebau
Die neue Haupterschließung über den seitlichen Freibereich ersetzt den ehemaligen Eingang an der Karl-Farkas-Gasse. Vom Schlachthofareal zur „brut(g)stätte“ schafft der weitläufige Vorplatz, durch eine begrünte urbane Gerüststruktur gerahmt, zur zukünftig hohen Bebauung des Nachbargrundstücks eine intime und stimmungsvolle Hofsituation. Das Gerüst ist für das Publikum und die Akteure begeh- und bespielbar; ist zugleich Nistplatz und Landmark. Funktionen wie Fahrrad- und PKW-Stellplätze, Werkstatt-Container und Müllplatz sind in die Gerüststruktur integriert.

Freiraum
Das Konzept beinhaltet die maximale Nutzung des Vorplatzes. Demzufolge geht der urbane Platz fließend in eine halböffentliche gärtnerische Ausgestaltung über. Einschnitte in die Betonfläche dienen als Versickerungsstreifen und bilden mit Rasensteinen einen Verlauf von harter Oberfläche (Granit, Beton) zur Grünfläche. Die ‚sanfte Geländemodellierung‘ zeigt sich auch im Übergang der grünen Fuge entlang des Gebäudes zur Rampe aus Beton. Terrassierte Sitzpodeste an der barrierefreien Erschließung ermöglichen ebene Aufstellflächen für Stühle und Tische eines Gastgartens.

Architektur
Der Eingang ins Theater wird als klar definierter Einschnitt in die bestehende historische Gebäudekonstruktion gelesen. Gut sichtbar beschreibt das Stahl-Glas Portal, das leicht in den Außenraum ragt, eine ‚Brücke‘ über die grüne Fuge, die sich entlang des Mauerwerks befindet. Im Inneren setzt sich das Eingangsportal als ‚Tunnel‘ fort: Lamellen aus 30cm breiten, raumhohen Stahlrahmen, gefüllt mit schallabsorbierenden Material, sind drehbar und stimmen den Gast durch eine Abfolge von Licht und Schatten auf den Theaterbesuch ein.

Möblierung
Multifunktionale Podeste und klappbare Sitzmöbel machen aus wenig Elementen eine Vielzahl von Nutzungsvarianten möglich. So ist ein einfacher Rollkasten flexibel verschiebbar und zu unterschiedlichen Zwecken verwandelbar: ob zu Sitzplatz, Garderobe, Regal oder als Bühnenelement verwendet, kann dieser auch als Screen verwendet werden.

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