Wohnhaus, Süssenbrunnerstraße West

Projektdaten

Projekt-Art:

Geladener Wettbewerb I Neubau I Freiraum I Begrünung

Ausloberin:

Gemeinnützige Bau- u. Wohnungsgenossenschaft „Wien-Süd“ Genossenschaft mbH, Gemeinnützige Bau- und Wohnungsgenossenschaft „Merkur“, Genossenschaft mbH, Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft SIEDLUNGSUNION Genossenschaft mbH, „Wiener Heim“ Wohnbaugesellschaft mbH

Planung:

RATAPLAN - Architektur ZT GmbH mit POS architekten ZT gmbh

Freiraum:

outside<landschaftsarchitektur

Gemeinsam mit:

Jonathan Muhr, Stefan Münster

Wettbewerb:

03/2022 - 06/2022

Wettbewerb:

3. Platz

Projektbeschreibung

Projektbeschreibung
Entlang des „Grünen Bands Hirschstetten-Süßenbrunn“ im 22. Wiener Gemeindebezirk entsteht ein neues Quartier, das mit dem Anspruch an Nachhaltigkeit und Qualität die Nachbarschaft und den öffentlichen Raum miteinbezieht. Leistbarer Wohnraum, Gewerbe- und Handelsflächen im EG, Integration von Mobilitätsstationen und die Errichtung eines 7-gruppigen Kindergartens stehen im Mittelpunkt der Auseinandersetzung. Attraktive Freiräume sollen zu den bestehenden Freiräumen so gesetzt werden, dass sich das Ensemble gut in die Umgebung einbettet.

Konzept / Städtebau
Das Gebäudeensemble liegt in variierender höhengestaffelter Bauweise zwischen dem „Grünen Band“ und der Besiedelung entlang der Süssenbrunnerstraße auf. Gleichsam einzelner Häuser lässt die Bebauung eine lockere und abwechslungsreiche Struktur entstehen, die nahtlos in die Kleinteiligkeit des umgebenden Stadtgefüges übergeht. Die verschiedenen Dachebenen sind von leichten metallischen Konstruktionen, wie industrielle Raumboxen, Fluchttreppen und Photovoltaikanlagen. Im Zusammenspiel mit dem Lichteinfall ergibt sich daraus ein changierendes, weithin sichtbares „Dachflimmern“. Als zusätzlicher Nutzraum laden die Dachflächen für Hochbeete zum Garteln und Frischlufttanken ein. Die Haupteingangsbereiche sind als „grüne Nischen“ ausgestaltet.

Raum- und Wohnprogramm
Alle Wohnungen folgen einem einfachen, stringenten Prinzip. Sie enthalten 1,6 m breite Gänge, die einerseits Platz für Stauraum und andererseits Platz für allfällige Raumänderungen bieten. Um die tiefen Wohnräume optisch zu erweitern und für eine ausreichende natürliche Belichtung zu sorgen, sind die Zimmer vom Wohnraum aus mit einer großen Türe in Fensternähe erschlossen. Ein abwechslungsreicher Rhythmus von Treppenhäusern und Gängen belebt den Erschließungsbereich. An den Enden befinden sich Aneignungsräume, die u.a. auch als Homeoffice-Raum genutzt werden können. Gemeinschaftsräume im EG sind zu den Freiflächen hin geöffnet. Im Verband mit dem Kindergarten ist ein zentraler Gemeinschaftsraum vorgesehen, der in zwei Bereiche geteilt und genutzt werden kann.

Klimaresillienz / Begrünung
An der Breitenleerstraße gelegen, führt der zur Hälfte begrünte Laubengang in die Innenhöfe des Quartieres. Große Bäume bewirken beträchtliche Temperatursenkungen auf allen Geschoßebenen. Einer sommerlichen Überhitzung vorbeugend, unterstützen vertikale Begrünungen an den Straßenfassaden, an den unterschiedlichen Treppenregalen und in den grünen Nischen. Auf allen Balkonen sind Pflanzenbeet und Rankseile für eine vertikale Begrünung vorgesehen. Unzugängliche Dachflächen werden intensiv begrünt; die PV-Flächen befinden sich über extensiv begrünten Dächern.

Freiraum
Von der ehemaligen Nähe zur Donau-Au inspiriert, steht im Mittelpunkt des Freiraumkonzepts die Rückeroberung der einstigen Naturlandschaft. So bilden Mulden und Hügeln Inseln, die wie von Natur und Wasser geformt, die Fläche in unterschiedlich große Teilräume gliedert. Dichte Baumpflanzungen wechseln sich mit Lichtungen ab, welche zu Spiel- und Liegewiesen einladen und dienen an der Wohnbebauung angesetzt als Schall- und Sichtschutz.

© POS/RATAPLAN
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